Für die Anlage von Wildwiesen, beziehungsweise die Umwandlung von Rasenflächen in Wildwiesen sprechen insbesondere drei Gründe:
Wer nun eine Rasenfläche in eine Wildwiese umwandeln möchte, erzielt nicht eine über das gesamte Jahr blühende Blumenvielfalt, indem er einfach aufhört den Rasen regelmäßig zu mähen.
Die Anlage einer Wildwiese will gründlich geplant und vorbereitet sein:
Im Gegensatz zu Staudenbeeten kann in einer Wildwiese "Unkraut" nicht gejätet werden. Dieses hat zur Folge, daß die erwünschten blühfreudigen Wildlumen in der Wiese einer natürlichen Konkurrenz, vor allem durch starkwüchsige Gräser und Ackerwildkräutern ausgesetzt sind.
Um dieser Konkurrenz standhalten und sich dauerhaft durchsetzen zu können, müssen die Blumen bestens an den vorhandenen Standort (z.B. Dachbegrünung) angepaßt sein.
Welche Pflanzenarten aber am besten angepaßt sind, kann nur entschieden werden, wenn die wesentlichen Standortverhältnisse bekannt sind. Von entscheidender Bedeutung sind hier sowohl die Bodenverhältnisse, wie Nährstoffvorrat, pH-Wert und Feuchte als auch die Besonnungsdauer. Die Untersuchung einer Bodenprobe, die eindeutig Aufschluß über den Zustand des Bodens gibt, ist in jedem Fall angeraten.
Anhand der dann bekannten Standortverhältnisse lassen sich die Pflanzen eines bestimmten Wiesentyps auswählen. Hier kommen je nach Standort Arten der verschiedenen Wildwiesentypen wie Magerrasen, Fettwiesen oder Feuchtwiesen in Frage.
In jedem Fall ist es aber nicht ratsam für die Aussaat
von Wildwiesen auf unspezifizierte Samenmischungen aus Baumärkten oder
Gartencentern zurückzugreifen, da sich diese mittelfristig nicht gegen
die natürliche Konkurrenz durchsetzen können.

Aus unserer Erfahrung empfehlen wir zur Anlage einer Wildwiese neben der Ausbringung angepaßter Saat die Pflanzung getopfter einheimischer Wiesenstauden mit mindestens zwei Pflanzen pro m². Die Pflanzung von Stauden gewährt eine höhere Attraktivität in kürzerer Zeit.
Eine Wildwiese wird im Allgemeinen zwei mal im Jahr gemäht:
Ende Mai und Ende September. Das Mähgut muß abgeharkt und entfernt werden.
Soll die Wildwiese aber öfter als Sitz-, oder Liegeplatz genutzt werden, ist die Anlage eines Kräuterrasens mit einem hohen Anteil an niedrigen Blumenarten möglich.
Der Kräuterrasen wird sechs mal im Jahr gemäht, wodurch er immer begehbar bleibt.
BIOTOP Gartengestaltung, Bergstedter Markt 1, 22395 Hamburg, Impressum
© 2009 Webdesign by CvH Designstudio Ahrensburg – www.cvh-designstudio.de